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Philosophie-News
Suche nach dem Sinn
Das ist die Situation, mit der wir es zu tun haben, dass die Grundbefindlichkeit der Angst wirklich der Schlüssel zu allem ist. Wenn man diese Grundbefindlichkeit der Angst erkennt und thematisch macht, gibt es eine Chance die Situation zu ändern. Nicht wenn man sagt: Ihr braucht keine Angst zu haben, oder es gibt keine Grund, sich so aufzuregen ... Was wir brauchen - und darin ist die Logotherapie groß - dass wir mehr als bisher Menschen Hoffnung machen. [...] Wir brauchen dringend nicht immer nur neue Strukturen, sondern wir brauchen ein Menschenbild, in dem die Freiheit, in dem die Hoffnung, in dem die Verantwortung Platz haben.
Aus: "Wofür es sich zu leben lohnt - Viktor Frankl und die Suche nach dem Sinn". ORF 2 am Dienstag, dem 5. September 2017, 22:38 Uhr
(Erstellt am 10.09.2017, 11:47)

Fear of missing out - Die Angst, etwas zu verpassen
Die Abhängigkeit von Smartphones ist mit Suchterkrankungen vergleichbar. Die Symptome sind Nervosität, Unausgeglichenheit - und eine Form von Entzugserscheinung, die Fachleute als die "Fear of missing out" (Die Angst, etwas zu verpassen) bezeichnen. Wenn Betroffene wie Pawlow'sche Hunde auf Neuigkeiten warten, sind sie auch dementsprechend verunsichert, wenn für ein paar Stunden keine eingehen.
Einige Autoren sagen, es ähneln die Symptome der Handysucht der einer Drogensucht. Bereits das Hören eines Klingeltons kann bei Betroffenen für erhöhten Adrenalinausstoß sorgen.
Was tun? Ein Lehrer der Freud-Universität sagt: Entgiftung ist der falsche Weg. "Zurückgewinnung von Struktur ist der wichtige Hinweis". Das heißt: Klare Nutzungszeiten festsetzen, smartphonefreie Zeiten schaffen (nicht bei Tisch, nicht im Restaurant, ...), ohne Smartphone unterwegs sein: Mut zur langsamerer Kommunikation. (Aus einem Artikel der Beilage CURE, DER STANDARD, April 2017)
(Erstellt am 18.04.2017, 17:31)

Philosophie der Lebenskunst
Kann aus den Bedingungen der Zeitlichkeit, der permanenten Identitätsbildung und des möglichen Identitätswechsels, aus der Erfahrung der Vorläufigkeit und des permanten Irrtums eine neue Lebenskunst entstehen? - Aus: Leben als Versuch und Irrtum, Robert Zimmer, 2016 - Essays zur Lebenskunst
(Erstellt am 8.02.2017, 15:11)

Wir sind blind für Aspekte des Kosmos
Glauben Sie an eine Weltordnung? Alberto Manguel: Da wir sozial leben, müssen wir versuchen, eine Ordnung zu schaffen, in der wir uns mehr oder weniger glücklich fühlen. Gelungen ist uns dies niemals. Ungerechtigkeit und Unglück sind in unseren Gesellschaften an der Tagesordnung. Aber das sind besondere Gesellschaften zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. In ihnen spiegelt sich keine Weltordnung wider, die man als geheime Struktur des Universums ansehen könnte. Das Universum sorgt sich nicht um uns. Die menschliche Spezies von ihrem Beginn an bis zu ihrem wahrscheinlich nahen Ende ist nur eine Nanosekunde in der Geschichte des Universums. Das Universum wird es nicht einmal merken, wenn wir gegangen sind.

Aus einem Interview im DER STANDARD am 31. Dezember 2016 mit Alberto Manguel
(Erstellt am 1.01.2017, 17:58)

Hier entsteht (alles ist im Aufbau begriffen) eine Internetpräsentation der Themen

  1. Der Augenblick

  2. Die Zeit

  3. Der Zufall

Motivation

 

Copyright Gerri Zotter

Mich beeinflusst dieses Thema "der günstige Augenblick" sehr. Es gehört zum Leben, dass wir immer wieder vor Entscheidungen stehen und manchmal das klare Wissen haben, jetzt hab ich den Augenblick für die richtige Entscheidung versäumt, jetzt - das wäre es gewesen ... Aus diesen Erfahrungen (eben mit diesem unangenehmen Beigeschmack) kann man viel lernen. Jeder von uns kann nun sein Gewordensein lassen wie es ist, oder auch beginnen, eine Lebensschule (eine Kairos-Schule) für dieses Lernen des Lebens im Augenblick anzufangen.

Wir haben zwei Möglichkeiten! Von anderen lernen oder durch sich selbst, durch Selbstbeobachtung und indem wir die eigene Selbstachtung anzuheben versuchen. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, sich zu verändern, seinem Habitus eine neue Richtung zu geben. Es geht nur über den Willen, durch das eigene Engagement, durch zielstrebiges Handeln. Die erfüllenden existentiellen Augenblicke werden so immer mehr.

Und wo ist das Vorbild? Die Erfahrung eines Mitmenschen, die mir helfen könnte?
Ich lese oft solche Sätze: Im Jetzt sein, in einem höchstmöglichen Maße anwesend, gegenwärtig sein. Ich verstehe es als eine Fähigkeit und zugleich als eine Haltung, die es mir ermöglicht, im Augenblick zu leben.
Aber wo sind die konkreten Beispiele für diese Beschreibungen?

Allgemeine Hinweise


In nächster Zeit (ab Juli 2012!) werden hier zu den oben angegebenen Themen Texte und Arbeiten veröffentlicht werden. Wenn Sie möchten, tragen Sie Ihre Stellungnahmen, Ihre Erfahrungen, Ihre philosophischen Überlegungen auf den Blog Kairos-Seiten ein.
Diese Seiten sollen auch zu philosophischen Aktivtäten verlinken, Veranstaltungen bekannt machen, wie z.B. über den Veranstaltungskalender des "blauen reiters". Kurzum: Es soll kairos.at philosophisch aktuell sein.


 

Buchtipps
Jim Holt: Gibt es Alles oder Nichts? Hamburg 2016
Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes, Berlin 2016
Luciano Floridi: Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik. Suhrkamp, Berlin 2014
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann; C.H. Beck Verlag, München 2012
Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon. btb, 2006
Daniel Gilbert: Ins Glück stolpern, Riemann, 2006


Letzte Bearbeitung: 15.9.2017

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