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Philosophie-News
Bildung als Provokation
Eine Diagnose über das Dilemma unseres Bildungssystems.
Während Bildung als Schlagwort in unserer Gesellschaft omnipräsent geworden ist, ist der Gebildete, ja jeder ernsthafte Bildungsanspruch zur Provokation geworden. Die Gründe dafür nennt Konrad Paul Liessmann in seinem neuen Buch.
Ende September 2017 erschienen: Im Hanser-Verlag
(Erstellt am 6.10.2017, 17:47)

Im Hier und Jetzt
1982 gründete Thich Nhat Hanh Plum Village, ein Kloster im ländlichen Frankreich, für Mönche und Nonnen ebenso wie für interessierte Laien, die dort Achtsamkeit praktizieren können. Seine Kernaussage ist, dass man mit Hilfe von Achtsamkeit lernen kann, glücklich im Hier und Jetzt zu leben – der einzige Weg um wirklich Frieden zu schaffen. Sowohl mit sich selbst als auch in der Welt. Er hat eine florierende Gemeinschaft von weltweit über 600 Mönchen und Nonnen aufgebaut, die, gemeinsam mit seinen Zehntausenden Laienschülern, seine Lehren der Achtsamkeit, Friedfertigkeit und Gemeinschaftsbildung an Schulen und Arbeitsplätzen, in Unternehmen und sogar in Gefängnissen auf der ganzen Welt umsetzen.
walkwithmefilm.com - Läuft jetzt im Kino!
(Erstellt am 23.09.2017, 17:27)

Suche nach dem Sinn
Das ist die Situation, mit der wir es zu tun haben, dass die Grundbefindlichkeit der Angst wirklich der Schlüssel zu allem ist. Wenn man diese Grundbefindlichkeit der Angst erkennt und thematisch macht, gibt es eine Chance die Situation zu ändern. Nicht wenn man sagt: Ihr braucht keine Angst zu haben, oder es gibt keine Grund, sich so aufzuregen ... Was wir brauchen - und darin ist die Logotherapie groß - dass wir mehr als bisher Menschen Hoffnung machen. [...] Wir brauchen dringend nicht immer nur neue Strukturen, sondern wir brauchen ein Menschenbild, in dem die Freiheit, in dem die Hoffnung, in dem die Verantwortung Platz haben.
Aus: "Wofür es sich zu leben lohnt - Viktor Frankl und die Suche nach dem Sinn". ORF 2 am Dienstag, dem 5. September 2017, 22:38 Uhr
(Erstellt am 10.09.2017, 11:47)

Fear of missing out - Die Angst, etwas zu verpassen
Die Abhängigkeit von Smartphones ist mit Suchterkrankungen vergleichbar. Die Symptome sind Nervosität, Unausgeglichenheit - und eine Form von Entzugserscheinung, die Fachleute als die "Fear of missing out" (Die Angst, etwas zu verpassen) bezeichnen. Wenn Betroffene wie Pawlow'sche Hunde auf Neuigkeiten warten, sind sie auch dementsprechend verunsichert, wenn für ein paar Stunden keine eingehen.
Einige Autoren sagen, es ähneln die Symptome der Handysucht der einer Drogensucht. Bereits das Hören eines Klingeltons kann bei Betroffenen für erhöhten Adrenalinausstoß sorgen.
Was tun? Ein Lehrer der Freud-Universität sagt: Entgiftung ist der falsche Weg. "Zurückgewinnung von Struktur ist der wichtige Hinweis". Das heißt: Klare Nutzungszeiten festsetzen, smartphonefreie Zeiten schaffen (nicht bei Tisch, nicht im Restaurant, ...), ohne Smartphone unterwegs sein: Mut zur langsamerer Kommunikation. (Aus einem Artikel der Beilage CURE, DER STANDARD, April 2017)
(Erstellt am 18.04.2017, 17:31)

Hier entsteht (alles ist im Aufbau begriffen) eine Internetpräsentation der Themen

  1. Der Augenblick

  2. Die Zeit

  3. Der Zufall

Motivation

 

Copyright Gerri Zotter

Mich beeinflusst dieses Thema "der günstige Augenblick" sehr. Es gehört zum Leben, dass wir immer wieder vor Entscheidungen stehen und manchmal das klare Wissen haben, jetzt hab ich den Augenblick für die richtige Entscheidung versäumt, jetzt - das wäre es gewesen ... Aus diesen Erfahrungen (eben mit diesem unangenehmen Beigeschmack) kann man viel lernen. Jeder von uns kann nun sein Gewordensein lassen wie es ist, oder auch beginnen, eine Lebensschule (eine Kairos-Schule) für dieses Lernen des Lebens im Augenblick anzufangen.

Wir haben zwei Möglichkeiten! Von anderen lernen oder durch sich selbst, durch Selbstbeobachtung und indem wir die eigene Selbstachtung anzuheben versuchen. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, sich zu verändern, seinem Habitus eine neue Richtung zu geben. Es geht nur über den Willen, durch das eigene Engagement, durch zielstrebiges Handeln. Die erfüllenden existentiellen Augenblicke werden so immer mehr.

Und wo ist das Vorbild? Die Erfahrung eines Mitmenschen, die mir helfen könnte?
Ich lese oft solche Sätze: Im Jetzt sein, in einem höchstmöglichen Maße anwesend, gegenwärtig sein. Ich verstehe es als eine Fähigkeit und zugleich als eine Haltung, die es mir ermöglicht, im Augenblick zu leben.
Aber wo sind die konkreten Beispiele für diese Beschreibungen?

Allgemeine Hinweise


In nächster Zeit (ab Juli 2012!) werden hier zu den oben angegebenen Themen Texte und Arbeiten veröffentlicht werden. Wenn Sie möchten, tragen Sie Ihre Stellungnahmen, Ihre Erfahrungen, Ihre philosophischen Überlegungen auf den Blog Kairos-Seiten ein.
Diese Seiten sollen auch zu philosophischen Aktivtäten verlinken, Veranstaltungen bekannt machen, wie z.B. über den Veranstaltungskalender des "blauen reiters". Kurzum: Es soll kairos.at philosophisch aktuell sein.


 

Buchtipps
Jim Holt: Gibt es Alles oder Nichts? Hamburg 2016
Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes, Berlin 2016
Luciano Floridi: Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik. Suhrkamp, Berlin 2014
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann; C.H. Beck Verlag, München 2012
Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon. btb, 2006
Daniel Gilbert: Ins Glück stolpern, Riemann, 2006


Letzte Bearbeitung: 23.9.2017

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