Jahresarchiv für 2019

 
 

Traktat über das Menschsein

… dass unser Dasein von Gefühlen bestimmt wird, ist nichts Neues. Aber dass Lebensgefühle sich wandeln und wir trotzdem dieselben bleiben, ist ein richtiges Paradox. Das erfahre ich an mir selbst, habe es mir aber bisher nie so klar gemacht. Das zeigt, wie unfertig wir Menschen sind, doch das ist kein Manko, sondern unsere Chance und unsere Stärke. Woher diese Stärke kommt, ist schwer zu sagen. [...] In diesem lebensphilosophischen Sinne spendet das Buch auch in schwierigen Situationen Trost, allerdings nicht durch billiges Schönreden, sondern durch Aufdecken von bisher unterdrückten Gefühlen. Das ist der Königsweg, auf dem man zur Erkenntnis seiner selbst gelangt.

Markus Schröder (Kundenrezension) zu Ferdinand Fellmann: Lebensgefühle: Wie es ist, ein Mensch zu sein. Meiner, Blaue Reihe, 2018

Der Lebensphilosoph

Ich bin Lebensphilosoph. Philosophieren war mein Beruf, ist aber auch mein Leben. Ich verstehe Philosophie als permanentes Bemühen, die Wirklichkeiten, in denen wir leben, aufzudecken. Dies erfordert genaue Beobachtung des Menschen sowie Klärung der Schlüsselbegriffe unserer Lebenswelt. Dabei bemühe ich mich, die Denkformen der Klassiker an gegenwärtige Fragestellungen anzuschließen und so die Kluft zwischen Metaphysik und Fachwissenschaften zu schließen.
Ferdinand Fellmann, em. Professor für Philosophie (auf seiner Homepage)