die sterne lügen nicht

lieber freund amadeus!

wenn die sterne lügen, das können sie aber nicht – oder? dann steuern wir
dem absoluten SEIN zu. alles, aber wirklich alles gerät aus den fugen.
in einem solchen chaos überlebt nur der liebende. was ist aber das, was
liebe heißt? – etwas von allem: sich nicht gehen lassen, sich beherrschen,
konzentriert auf das sein, was um sich herum passiert. auch mal selbstlos
für die anderen da sein. und warten können. nicht gleich handeln. ins
konzert der lauten töne gleich einstimmen, nein – warten auf den
augenblick, auf den wesentlichen.
wie erkennt man diesen? ich sage, wenn er da ist, dann weiß man es. er ist
aber dann da, wenn man vorher nicht so wild drauf war, sondern geduldig,
mit viel empathie und auch gleichzeitig mit distanz sich eingelassen hat
auf die gegebenheiten, wie sie jetzt hier und da sich anbieten.
arthur schnitzler soll einmal das so ausgedrückt haben:

Bereit sein ist viel; warten können ist mehr. Doch erst den rechten
Augenblick nutzen, das ist alles.

somit lass ich dich jetzt, lieber freund. nütze die zeit, sei bereit.
k.e.


 
 
 

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