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	<description>Kairos - der günstige Augenblick</description>
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		<title>Monika Helfer</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 05:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Augenblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Begräbnis der Monika Helfer
wochen der dürre · das laub hängen gelassen
die nadeln schlaff an ihren stockwerken
liegst du nach dem sturz in der kirche
in einem bett aus fichte
nachhallend heisst es
dass du der welt schönheit gebracht
und alltäglichem bestand verliehen hast
obschon der autor zu lebzeiten als gestorben gilt
und sein uneigentliches schreiben jedem
offen bleibt · auch im widerspruch
die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Begräbnis der Monika Helfer</strong></p>
<p>wochen der dürre · das laub hängen gelassen<br />
die nadeln schlaff an ihren stockwerken<br />
liegst du nach dem sturz in der kirche<br />
in einem bett aus fichte<br />
nachhallend heisst es<br />
dass du der welt schönheit gebracht<br />
und alltäglichem bestand verliehen hast<br />
obschon der autor zu lebzeiten als gestorben gilt<br />
und sein uneigentliches schreiben jedem<br />
offen bleibt · auch im widerspruch</p>
<p>die sonne hielt sich an diesem vormittag im august<br />
am wald zurück · die kalkklippe des rheintals<br />
nun für immer über dir mit den korallen<br />
schnecken und schwämmen<br />
eines alten meeres : das licht<br />
wird sie dir manchesmal hervorheben<br />
ihre schratten abends brandrot · die gischt<br />
langgezogener wellen die nirgends ausrauschen</p>
<p>dieses grosse gesicht der stunde über dem gras<br />
umstehen alle die dich gekannt haben<br />
die steingräber des friedhofs<br />
in einem schweigen<br />
das dermassen vollkommen ist<br />
dass sich keiner mehr selbst vernimmt<br />
und endlich das eigentliche sprechen beginnt<br />
mit dem schlag wasser · dem darlegen<br />
einer wiesenblume<br />
oder mit meiner hand auf deinem sarg<br />
als hätte ich dich zum ersten mal wirklich berührt</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Raoul Schrott </strong></p>
<p>(aus dem Album &#8211; Der Standard)</p>
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		<title>Wie soll ich mich nennen?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 18:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Augenblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal war ich ein Baum und gebunden,
dann entschlüpft ich als Vogel und war frei,
in einen Graben gefesselt gefunden,
entließ mich berstend ein schmutziges Ei.
Wie halt ich mich? Ich habe vergessen,
woher ich komme und wohin ich geh,
ich bin von vielen Leibern besessen,
ein harter Dorn und ein flüchtendes Reh.
Freund bin ich heute den Ahornzweigen,
morgen vergehe ich mich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal war ich ein Baum und gebunden,<br />
dann entschlüpft ich als Vogel und war frei,<br />
in einen Graben gefesselt gefunden,<br />
entließ mich berstend ein schmutziges Ei.</p>
<p>Wie halt ich mich? Ich habe vergessen,<br />
woher ich komme und wohin ich geh,<br />
ich bin von vielen Leibern besessen,<br />
ein harter Dorn und ein flüchtendes Reh.</p>
<p>Freund bin ich heute den Ahornzweigen,<br />
morgen vergehe ich mich an dem Stamm . . .<br />
Wann begann die Schuld ihren Reigen,<br />
mit dem ich von Samen zu Samen schwamm?</p>
<p>Aber in mir singt noch ein Beginnen<br />
- oder ein Enden – und wehrt meiner Flucht,<br />
ich will dem Pfeil dieser Schuld entrinnen,<br />
der mich in Sandkorn und Wildente sucht.</p>
<p>Vielleicht kann ich mich einmal erkennen,<br />
eine Taube einen rollenden Stein . . .<br />
Ein Wort nur fehlt! Wie soll ich mich nennen,<br />
ohne in anderer Sprache zu sein.</p>
<p style="text-align: right;">Ingeborg Bachmann (geb. 25. Juni 1926)</p>
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		<title>Es ist Krieg, aber dem Frühling ist es egal</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=633</link>
		<comments>https://kairos.at/blog/?p=633#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 07:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sindelar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Augenblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://kairos.at/blog/?p=633</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Krieg, aber dem Frühling ist es egal.
Es wird immer Frühling. ­ Immer. Mit Krokussen, die dort wachsen, wo es ihnen gefällt, eigenwillig absichtslos. Mit Gesichtern, die bei 12 Grad mit dem Auftauen beginnen, denen die Wintermonatsmaske wegschmilzt, ausgeliefert, kurzzeitig sorglos.
Der Frühling ist zurück und der Zustand der Welt ist ihm egal, selbst der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Krieg, aber dem Frühling ist es egal.</p>
<p>Es wird immer Frühling. ­ Immer. Mit Krokussen, die dort wachsen, wo es ihnen gefällt, eigenwillig absichtslos. Mit Gesichtern, die bei 12 Grad mit dem Auftauen beginnen, denen die Wintermonatsmaske wegschmilzt, ausgeliefert, kurzzeitig sorglos.</p>
<p>Der Frühling ist zurück und der Zustand der Welt ist ihm egal, selbst der Krieg kümmert ihn nicht, Frühling wird immer, schön und rücksichtslos.</p>
<p>Der Frühling ist so verlässlich schön, dass es weh tut, seine Luft ist so süß, dass es schmerzt. Wie kann er nur?</p>
<p>Jemand stirbt im Frühling, jemand schreit im Frühling, dann sagt trotzdem jemand im Frühling: „aber die Sonne tut echt gut“, und das ist wahr. Die Tage werden wieder länger, ob du sie nun fürchtest oder nicht. Der Frühling hat kein Gewissen. Ein Mensch hingegen hat ein schlechtes, und er muss das ertragen, heute, gestern, neulich, erneut.</p>
<p>Copyright taz.de</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich wandre aus den Mauern</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=623</link>
		<comments>https://kairos.at/blog/?p=623#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 21:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sindelar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://kairos.at/blog/?p=623</guid>
		<description><![CDATA[Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend&#8217; geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil&#8217;ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center">Markt und Straßen stehn verlassen,<br />
still erleuchtet jedes Haus,<br />
Sinnend&#8217; geh ich durch die Gassen,<br />
alles sieht so festlich aus.</p>
<p align="center">An den Fenstern haben Frauen<br />
buntes Spielzeug fromm geschmückt,<br />
Tausend Kindlein stehn und schauen,<br />
sind so wunderstill beglückt.</p>
<p align="center">Und ich wandre aus den Mauern<br />
Bis hinaus ins freie Feld,<br />
Hehres Glänzen, heil&#8217;ges Schauern!<br />
Wie so weit und still die Welt!</p>
<p align="center">Sterne hoch die Kreise schlingen,<br />
Aus des Schnees Einsamkeit<br />
Steigt&#8217;s wie wunderbares Singen-<br />
O du gnadenreiche Zeit!</p>
<p align="center">Joseph von Eichendorff</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>November</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=615</link>
		<comments>https://kairos.at/blog/?p=615#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 12:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sindelar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

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		<description><![CDATA[

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich träuft aus Herbstesgrund
Noch ein Tropfen Erde.
Joachim Ringelnatz



]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<blockquote style="text-align: left;">
<p>Nebel hängt wie Rauch ums Haus,<br />
Drängt die Welt nach innen.<br />
Ohne Not geht niemand aus,<br />
Alles fällt in Sinnen.<br />
Leiser wird die Hand, der Mund,<br />
Stiller die Gebärde.<br />
Heimlich träuft aus Herbstesgrund<br />
Noch ein Tropfen Erde.</p>
<p>Joachim Ringelnatz</p></blockquote>
<blockquote style="text-align: left;"></blockquote>
<blockquote></blockquote>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Ach, du liebe Zeit</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 16:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sindelar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

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		<description><![CDATA[* Ach, du liebe Zeit, ach, du liebe Zeit, keiner hat mehr für die Liebe Zeit.
* Er schlug die Augen zu.
* Sein erster Gedanke galt dem zweiten, der sich nicht einstellen wollte.
* Destillieren Sie einen Hauch Phantasie aus Ihrem Tun.
* Je mehr Vorsorge, desto heilloser das Wirrsal.
* Früher konnte ich mir im Spiegel selber zuzwinkern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>* Ach, du liebe Zeit, ach, du liebe Zeit, keiner hat mehr für die Liebe Zeit.<br />
* Er schlug die Augen zu.<br />
* Sein erster Gedanke galt dem zweiten, der sich nicht einstellen wollte.<br />
* Destillieren Sie einen Hauch Phantasie aus Ihrem Tun.<br />
* Je mehr Vorsorge, desto heilloser das Wirrsal.<br />
* Früher konnte ich mir im Spiegel selber zuzwinkern, auch ohne Spiegel.<br />
* Im Lande Herzeleid, da bin ich eingeschneit.<br />
* Freund, du musst das Übersehen lernen!<br />
* Wozu bloß bin ich geboren? Wenn ich&#8217;s nur wüßte. &#8211; Zum Schuhlöffelsammler?<br />
* Es ist eine Zeit, zu lesen, und es ist eine Zeit, zu buchstabieren.<br />
* Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn, gehen wir in den Garten, schütteln wir die Birn&#8217;.</p>
<p>Aus: Peter Handke: Schnee von gestern, Schnee von morgen. 2025</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>WOU G´HEASTN DU HI?</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=609</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2025 21:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sindelar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

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		<description><![CDATA[WOU G´HEASTN DU HI?
Wird zur Begrüßung gefragt,
wenn nicht sicher –
wer vor einer steht.
Was heißen könnte:
Wo gehörst du hin?
Und fast klingt wie:
Wo
hörst
denn
du
hin?
Was das für ein Ort – fia a Uat – ist,
aus dem du kommst, fragst du
und hörst:
„Wo du her
kummst
schauts aus
wie in am Computerspül.“
Also: Wie man sich die Grenze in am –
einem Computerspiel vorstellen.
&#8220;DA STA&#8221; Natascha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WOU G´HEASTN DU HI?</p>
<p>Wird zur Begrüßung gefragt,<br />
wenn nicht sicher –<br />
wer vor einer steht.<br />
Was heißen könnte:<br />
Wo gehörst du hin?</p>
<p>Und fast klingt wie:</p>
<p>Wo<br />
hörst<br />
denn<br />
du<br />
hin?</p>
<p>Was das für ein Ort – fia a Uat – ist,<br />
aus dem du kommst, fragst du<br />
und hörst:</p>
<p>„Wo du her<br />
kummst<br />
schauts aus<br />
wie in am Computerspül.“</p>
<p>Also: Wie man sich die Grenze in am –<br />
einem Computerspiel vorstellen.</p>
<p>&#8220;DA STA&#8221; Natascha Gangl, Bachmannpreislesung 2025</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachts</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 06:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wandre durch die stille Nacht,
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
Und hin und her im Tal
Erwacht die Nachtigall,
Dann wieder alles grau und stille.
O wunderbarer Nachtgesang:
Von fern im Land der Ströme Gang,
Leis Schauern in den dunklen Bäumen
Wirrst die Gedanken mir,
Mein irres Singen hier
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.
Joseph von Eichendorff
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wandre durch die stille Nacht,<br />
Da schleicht der Mond so heimlich sacht<br />
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,<br />
Und hin und her im Tal<br />
Erwacht die Nachtigall,<br />
Dann wieder alles grau und stille.</p>
<p>O wunderbarer Nachtgesang:<br />
Von fern im Land der Ströme Gang,<br />
Leis Schauern in den dunklen Bäumen<br />
Wirrst die Gedanken mir,<br />
Mein irres Singen hier<br />
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.</p>
<p>Joseph von Eichendorff</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Salzwasser</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=595</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 15:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Augenblick]]></category>

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		<description><![CDATA[wenn sich zwei schiffe im wasser, wenn sich zwei fische im wasser, wenn sich zwei begegnen, die immer schon da waren, sich nähern, stören sie den strom.
ich aus dem bauch heraus, aus dem kopf, ins wasser. aus dem wasser, durchs wasser, am wasser entlang. durch den sand. ich getarnt als du. ich vervielfacht zu wir. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wenn sich zwei schiffe im wasser, wenn sich zwei fische im wasser, wenn sich zwei begegnen, die immer schon da waren, sich nähern, stören sie den strom.</p>
<p>ich aus dem bauch heraus, aus dem kopf, ins wasser. aus dem wasser, durchs wasser, am wasser entlang. durch den sand. ich getarnt als du. ich vervielfacht zu wir. du eigentlich ich. du welt. du, ach. du gesellschaft, oh! du ans meer, du vom meer weg, du von mir weg. zu mir hin, du und ich, eins.</p>
<p>im schwimmen nimmt der körper im regelfall keine bis kaum flüssigkeit auf, unabhängig davon wie trocken er ist. ich kraule in arbeit, du schmetterlingst in geld.</p>
<p>Greta Maria Pichler: Salzwasser, 2024</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein neues Jahr</title>
		<link>https://kairos.at/blog/?p=586</link>
		<comments>https://kairos.at/blog/?p=586#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 15:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles und jedes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://kairos.at/blog/?p=586</guid>
		<description><![CDATA[Und wieder hier draußen ein neues Jahr –
Was werden die Tage bringen?!
Wird’s werden, wie es immer war,
halb scheitern, halb gelingen?
Wird’s fördern das, worauf ich gebaut,
Oder vollends es verderben?
Gleichviel, was es im Kessel braut,
Nur wünsch‘ ich nicht zu sterben.
Ich möchte noch wieder im Vaterland
Die Gläser klingen lassen,
Und wieder noch des Freundes Hand
Im Einverständnis fassen.
Ich möchte noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder hier draußen ein neues Jahr –<br />
Was werden die Tage bringen?!<br />
Wird’s werden, wie es immer war,<br />
halb scheitern, halb gelingen?</p>
<p>Wird’s fördern das, worauf ich gebaut,<br />
Oder vollends es verderben?<br />
Gleichviel, was es im Kessel braut,<br />
Nur wünsch‘ ich nicht zu sterben.</p>
<p>Ich möchte noch wieder im Vaterland<br />
Die Gläser klingen lassen,<br />
Und wieder noch des Freundes Hand<br />
Im Einverständnis fassen.</p>
<p>Ich möchte noch wirken und schaffen und tun<br />
Und atmen eine Weile,<br />
Denn im Grabe auszuruhn,<br />
Hat’s immer Not und Eile.</p>
<p>Ich möchte leben, bis all dies Glühn<br />
Rücklässt einen leuchtenden Funken<br />
Und nicht vergeht wie die Flamm‘ im Kamin,<br />
Die eben zu Asche gesunken.</p>
<p>Theodor Fontane</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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