kairós -
das richtige Handeln
im entscheidenden Augenblick


Philosophie-News
Der Mensch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Kann aus einer gigantischen Datenverarbeitung tatsächlich so etwas wie Bewusstsein emergieren? Ist es nicht extrem unwahrscheinlich, dass eine Instanz Bewusstsein entwickelt, die keinen Leib hat, die also keine sinnlichen Erfahrungen machen kann, die kein subjektives Erleben hat?
Daniel Kehlmann: Die Frage stellt sich Google offenbar auch. Deswegen setzen sie gerade Roboter ein, um ihrer KI beizubringen, wie das ist, sich in der realen Welt zu bewegen. Und weil Google Google ist, gehen sie so vor, dass der Roboter nur ein bisschen Erfahrung braucht, die dann wiederum durch Simulation skaliert wird. Der Roboter lernt also in einer Simulation, wie es ist, sich nicht bloß in Simulationen zu bewegen. Ob das funktioniert, werden wir sehen. Aber es wird durchaus versucht, das verkörperte In-der-Welt-Sein, das zu unserer Vorstellung von Bewusstsein untrennbar dazugehört, einer technischen Wesenheit beizubringen.
Markus Gabriel: Niemand weiß, wo Bewusstsein beginnt. Wir wissen über uns selbst in keiner Weise, wie bei uns Bewusstsein emergiert, außer dass es das tut.
Aus dem Philosophie Magazin (www.philomag.de), 06/2025
(Erstellt am 1.01.2026, 10:04)

School of Moral Ambition
Es gibt eine Initiative, die uns sagen will, wie wir etwas verändern können. Jedermann - eben auch Unternehmer, bzw. Leute die im Arbeitsprozess stehen.
Siehe: www.moralambition.org
Aus einem Interview des Standard (30. Oktober 2025): Was ist ein moralischer Unternehmer? Jemand, der Gutes für die Gesellschaft tun will und den Antrieb hat, das auch tatsächlich zu verwirklichen. Es geht ihm nicht so sehr um Status, einen schönen Titel oder ein schnelles Auto. Sondern darum, wie er die größte Wirkung erzielt, damit er das Leben der Menschen um ihn herum verbessert und ein Vermächtnis hinterlässt, das wirklich zählt.
Was ist "The School of Moral Ambition" eigentlich?
The School for Moral Ambition ist sowohl eine Schule als auch eine Bewegung. Als Bewegung helfen wir Menschen dabei, vom Wissen ins Tun zu kommen. Wir inspirieren moralisch ambitionierte Menschen dazu, ihre Karriere zu ändern, wenn sie nicht darauf ausgerichtet ist, dem Allgemeinwohl zu dienen.
(Erstellt am 3.11.2025, 7:18)

Zerstört der Mensch?
Warum zerstört der Mensch seine Lebensgrundlagen? Und kann – obwohl er es weiß – einfach nicht damit aufhören? Ist der Mensch von Natur aus ein zerstörerisches Wesen? Oder hat er irgendwo in seiner Geschichte die falsche Abzweigung genommen? Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die zehn vergangenen Jahre waren die heißesten, die je gemessen wurden. Die Masse, die der Mensch hergestellt hat – darunter Beton, Metall, Kunststoff, Ziegeln und Asphalt – wiegt laut einer Studie des Fachjournals Nature mehr als die Masse der lebenden Materie auf dem Planeten.
Das sind Fragen und Thesen von Werner Bätzing. Sein Buch: Homo destructor. (C.H.Beck)
(Erstellt am 25.06.2025, 8:10)

Die dunkle Seite der Sprache
Mit dem Buch "Die dunkle Seite der Sprache" wollen die Autoren Tim Henning, Nikola Kompa und Christian Nimtz sich einer philosophischen Erkundung der düsteren Rückseite unserer Sprache widmen. Sprache kann manipulieren.
Sie zeigen uns, dass die sprachlichen Formen der Ausgrenzung oder Verschleierung vor allem deshalb so mächtig sind, weil sie auf Mechanismen unserer Kommunikation beruhen, denen wir uns kaum bewusst sind. Das verlangt nach einem kritischen philosophischen Blick – um den fraglichen Mechanismen einen Teil ihrer Macht zu nehmen und die aufgeregten Diskussionen über unseren Sprachgebrauch zu versachlichen.
Populisten werden stärker wahrgenommen als die anderen Parteien. Ist die "dunkle Seite der Sprache" schlicht attraktiver und effizienter als eine "helle"? "Bad language" scheint erfolgreich zu sein, und unsere derzeit besonders beliebten Formen der Kommunikation begünstigen so einen Sprachstil.
Zum Buch: Die dunkle Seite der Sprache C.H. Beck-Verlag
(Erstellt am 15.04.2025, 20:11)

Hier entsteht (alles ist im Aufbau begriffen) eine Internetpräsentation der Themen

  1. Der Augenblick

  2. Die Zeit

  3. Der Zufall

Motivation

 

Copyright Gerri Zotter

Mich beeinflusst dieses Thema "der günstige Augenblick" sehr. Es gehört zum Leben, dass wir immer wieder vor Entscheidungen stehen und manchmal das klare Wissen haben, jetzt hab ich den Augenblick für die richtige Entscheidung versäumt, jetzt - das wäre es gewesen ... Aus diesen Erfahrungen (eben mit diesem unangenehmen Beigeschmack) kann man viel lernen. Jeder von uns kann nun sein Gewordensein lassen wie es ist, oder auch beginnen, eine Lebensschule (eine Kairos-Schule) für dieses Lernen des Lebens im Augenblick anzufangen.

Wir haben zwei Möglichkeiten! Von anderen lernen oder durch sich selbst, durch Selbstbeobachtung und indem wir die eigene Selbstachtung anzuheben versuchen. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, sich zu verändern, seinem Habitus eine neue Richtung zu geben. Es geht nur über den Willen, durch das eigene Engagement, durch zielstrebiges Handeln. Die erfüllenden existentiellen Augenblicke werden so immer mehr.

Und wo ist das Vorbild? Die Erfahrung eines Mitmenschen, die mir helfen könnte?
Ich lese oft solche Sätze: Im Jetzt sein, in einem höchstmöglichen Maße anwesend, gegenwärtig sein. Ich verstehe es als eine Fähigkeit und zugleich als eine Haltung, die es mir ermöglicht, im Augenblick zu leben.
Aber wo sind die konkreten Beispiele für diese Beschreibungen?

Allgemeine Hinweise


In nächster Zeit (ab Juli 2012!) werden hier zu den oben angegebenen Themen Texte und Arbeiten veröffentlicht werden. Wenn Sie möchten, tragen Sie Ihre Stellungnahmen, Ihre Erfahrungen, Ihre philosophischen Überlegungen auf den Blog Kairos-Seiten ein.
Diese Seiten sollen auch zu philosophischen Aktivtäten verlinken, Veranstaltungen bekannt machen, wie z.B. über den Veranstaltungskalender des "blauen reiters". Kurzum: Es soll kairos.at philosophisch aktuell sein.


 

Buchtipps
Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte. Hanser, 2020
Jacques Lusseyran: Das wiedergefundene Licht. Klett-Kotta 2017
Jim Holt: Gibt es Alles oder Nichts? Hamburg 2016
Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes, Berlin 2016
Luciano Floridi: Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik. Suhrkamp, Berlin 2014
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann; C.H. Beck Verlag, München 2012
Daniel Gilbert: Ins Glück stolpern, Riemann, 2006


Letzte Bearbeitung: 13.10.2024

Besucher gesamt (seit 1.10.2010): 99.278

Nach oben