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Philosophie-News
Macht KI das Denken überflüssig?
Unter „Denken“ wird gemeinhin die Tätigkeit der Ratio verstanden, das heißt die Entfaltung der kognitiven Fähigkeiten des Menschen. Gemeint sind damit zumeist zielorientiertes Lösen logischer Fragen und Rechenaufgaben sowie räumliches Vorstellungsvermögen, wie es in herkömmlichen Intelligenztests abgefragt wird. Emotionen werden in der Regel nicht zu den Leistungen menschlicher Intelligenz gerechnet.
Doch Gefühle sind als eine besondere Art von Bewertung für das Denken unerlässlich. Aber können Maschinen Gefühle entwickeln?
Von: Eva Weber-Guskar in der Zeitschrift "der blaue reiter" - Ausgabe 57.

(Erstellt am 4.11.2026, 10:56)

Wozu Philosophie?
Wozu brauchen wir die Philosophie?
„Man kann sagen, dass das Philosophieren insofern schon eine Luxusangelegenheit ist, als dass der geistige Raum dafür frei sein muss.“
„Um sich diese Fragen (der Philosophie) überhaupt stellen zu können, braucht es eine Entschleunigung, die Möglichkeit, Räume zu schaffen, eine Gesprächskultur, die im öffentlichen Raum geführt wird. So wie sie Sokrates auf dem Markt geführt hat. Heute haben wir eine Zurückdrängung ins Private. Heute regiert mehr der Konsumismus – durch die Ware, die wir uns kaufen, haben wir die Illusion, ein gutes Leben zu führen."
(Svenja Flaßpöhler und Philipp Hübl)

(Erstellt am 13.10.2026, 9:01)

Besser als Optimismus
Der französische und in Berlin lebende Philosoph Guillaume Paoli befasst sich in seinem neuen Buch "Etwas Besseres als Optimismus" mit einem Gefühl oder mit einer Stimmungslage, die uns angesichts gegenwärtiger Ereignisse und zu erwartender Katastrophen abhandengekommen zu sein scheint: Optimismus. In der Krise zu sagen: "Wir schaffen das" ist grundsätzlich optimistisch. Seit Angela Merkel diesen Satz angesichts der Flüchtlingswelle 2015 geäußert hat, gilt er als naiv oder gar verloren. Wer Optimist ist, gilt als naiv.

Für Guillaume Paoli nun ist weder die optimistische noch die pessimistische Weltsicht eine angemessene, weil beiden nicht dir Kraft der Veränderung innewohnt.
Er plädiert für den Utopismus und damit für die Überwindung starrer Gegensätze im Denken.
(Quelle ORF)

Guillaume Paoli: Etwas Besseres als der Optimismus, Matthes & Seitz Verlag
(Erstellt am 2.08.2026, 10:14)

Der Mensch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Kann aus einer gigantischen Datenverarbeitung tatsächlich so etwas wie Bewusstsein emergieren? Ist es nicht extrem unwahrscheinlich, dass eine Instanz Bewusstsein entwickelt, die keinen Leib hat, die also keine sinnlichen Erfahrungen machen kann, die kein subjektives Erleben hat?
Daniel Kehlmann: Die Frage stellt sich Google offenbar auch. Deswegen setzen sie gerade Roboter ein, um ihrer KI beizubringen, wie das ist, sich in der realen Welt zu bewegen. Und weil Google Google ist, gehen sie so vor, dass der Roboter nur ein bisschen Erfahrung braucht, die dann wiederum durch Simulation skaliert wird. Der Roboter lernt also in einer Simulation, wie es ist, sich nicht bloß in Simulationen zu bewegen. Ob das funktioniert, werden wir sehen. Aber es wird durchaus versucht, das verkörperte In-der-Welt-Sein, das zu unserer Vorstellung von Bewusstsein untrennbar dazugehört, einer technischen Wesenheit beizubringen.
Markus Gabriel: Niemand weiß, wo Bewusstsein beginnt. Wir wissen über uns selbst in keiner Weise, wie bei uns Bewusstsein emergiert, außer dass es das tut.
Aus dem Philosophie Magazin (www.philomag.de), 06/2025
(Erstellt am 1.01.2026, 10:04)

Hier entsteht (alles ist im Aufbau begriffen) eine Internetpräsentation der Themen

  1. Der Augenblick

  2. Die Zeit

  3. Der Zufall

Motivation

 

Copyright Gerri Zotter

Mich beeinflusst dieses Thema "der günstige Augenblick" sehr. Es gehört zum Leben, dass wir immer wieder vor Entscheidungen stehen und manchmal das klare Wissen haben, jetzt hab ich den Augenblick für die richtige Entscheidung versäumt, jetzt - das wäre es gewesen ... Aus diesen Erfahrungen (eben mit diesem unangenehmen Beigeschmack) kann man viel lernen. Jeder von uns kann nun sein Gewordensein lassen wie es ist, oder auch beginnen, eine Lebensschule (eine Kairos-Schule) für dieses Lernen des Lebens im Augenblick anzufangen.

Wir haben zwei Möglichkeiten! Von anderen lernen oder durch sich selbst, durch Selbstbeobachtung und indem wir die eigene Selbstachtung anzuheben versuchen. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, sich zu verändern, seinem Habitus eine neue Richtung zu geben. Es geht nur über den Willen, durch das eigene Engagement, durch zielstrebiges Handeln. Die erfüllenden existentiellen Augenblicke werden so immer mehr.

Und wo ist das Vorbild? Die Erfahrung eines Mitmenschen, die mir helfen könnte?
Ich lese oft solche Sätze: Im Jetzt sein, in einem höchstmöglichen Maße anwesend, gegenwärtig sein. Ich verstehe es als eine Fähigkeit und zugleich als eine Haltung, die es mir ermöglicht, im Augenblick zu leben.
Aber wo sind die konkreten Beispiele für diese Beschreibungen?

Allgemeine Hinweise


In nächster Zeit (ab Juli 2012!) werden hier zu den oben angegebenen Themen Texte und Arbeiten veröffentlicht werden. Wenn Sie möchten, tragen Sie Ihre Stellungnahmen, Ihre Erfahrungen, Ihre philosophischen Überlegungen auf den Blog Kairos-Seiten ein.
Diese Seiten sollen auch zu philosophischen Aktivtäten verlinken, Veranstaltungen bekannt machen, wie z.B. über den Veranstaltungskalender des "blauen reiters". Kurzum: Es soll kairos.at philosophisch aktuell sein.


 

Buchtipps
Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte. Hanser, 2020
Jacques Lusseyran: Das wiedergefundene Licht. Klett-Kotta 2017
Jim Holt: Gibt es Alles oder Nichts? Hamburg 2016
Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes, Berlin 2016
Luciano Floridi: Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik. Suhrkamp, Berlin 2014
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann; C.H. Beck Verlag, München 2012
Daniel Gilbert: Ins Glück stolpern, Riemann, 2006


Letzte Bearbeitung: 31.10.2026

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